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    Abgerundete Sache? Von der Leyen will Ein- und Zwei-Cent-Stücke aus dem Verkehr ziehen

    28 Jan    Panorama

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    Jan 28

    Abgerundete Sache? Von der Leyen will Ein- und Zwei-Cent-Stücke aus dem Verkehr ziehen

    Der neue Arbeitsentwurf aus Brüssel bezieht sich auf Analysen der EU-Kommission: Immer mehr Euro-Staaten sind dazu übergegangen, Beträge beim Einkaufen auf volle fünf Cent runden zu lassen. Das spare Herstellungskosten für Ein- und Zwei-Cent-Münzen und Mühe beim Zählen und Transport. Das hatte die EU-Kommission bereits im Jahr 2018 in einem Bericht festgehalten. Umfragen der EU-Kommission bei den Bürgern hätten zudem gezeigt, dass es heute in keinem Land mehr eine Mehrheit für die Beibehaltung dieser beiden Stückelungen gäbe.


    Genau diese Erwägungen fanden nun auch Eingang in das neue Programm der neuen EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, berichtet die Süddeutsche Zeitung: Sie wolle unter anderem Ein- und Zwei-Cent-Stücke aus dem Verkehr ziehen.

    „Alarmglocken schrillen“

    Gegen die Ideen der Brüsseler Behörde rege sich bereits Widerstand, so der Medienbericht: „Was die Kommission unter dem harmlosen Namen ‘einheitliche Rundungsregeln’ plant, muss alle Alarmglocken schrillen lassen”, wird der CSU-Europa-Abgeordnete Markus Ferber zitiert. Es dürfe hier keinesfalls der Einstieg in den Bargeldausstieg vorbereitet werden, betonte er. Aus der EU-Behörde selbst habe es keinen Kommentar zu den Entwürfen des Arbeitsprogramms gegeben.

    Kleine Summen – lieber Bargeld

    Kartenzahlungen seien auf dem Vormarsch und „der Deutschen Liebe zum Bargeld erodiert“, hatte das Handelsforschungsinstitut EHI im vergangenen Mai mitgeteilt. Im stationären Einzelhandel seien erstmals mehr Geld per Giro- und Kreditkarte ausgegeben worden als in bar. Allerdings würden die Deutschen bei kleinen Summen vorzugsweise mit Scheinen und Münzen zahlen.

    Kommerzielle Interessen und die Freiheit des Individuums

    Vor der drohenden Abschaffung unseres Bargelds durch Politik und Wirtschaft warnt Buchautor Norbert Häring: „In der Bezahlwelt tobt ein Krieg gegen das Bargeld“. Es gehe um kommerzielle Interessen und um die technologiegetriebenen Geschäftsmodelle von Mastercard, Microsoft, Apple und Co. Und: „Es geht um die Freiheit des Individuums“.

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    Übernommen von Sputnik News

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