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    „EU als Hinterhof der Welt“? – Russischer Botschafter weiß ein „Rezept“ dagegen

    13 Okt    Politik

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    Okt 13

    „EU als Hinterhof der Welt“? – Russischer Botschafter weiß ein „Rezept“ dagegen

    Ihrer Zukunft wegen sollte die Europäische Union mit der Russland-geführten Eurasischen Wirtschaftsunion (EWU) kooperieren und sich Gedanken über ein Eurasien von Lissabon bis Wladiwostok machen, sagte Tschischow bei dem Forum „Dialog der Zivilisationen“ auf der griechischen Ferieninsel Rhodos. 


    Der einzige Weg für die EU, um nicht noch im laufenden Jahrhundert zu einem benachteiligten Hinterhof der Weltwirtschaft und der Weltpolitik zu verkommen, ist ein vereinigtes Europa oder sogar vereinigtes Eurasien von Lissabon nach Wladiwostok“, so Tschischow. Damit bezog sich der Diplomat auf ein bereits 2010 vorgeschlagenes Konzept. 

    Dafür sollte die EU vor allem damit aufhören, sich selbst als Kontinent zu bezeichnen, „künstliche Barrieren in Form von Sanktionen“ zu errichten sowie das auf der UN-Charta fußende Völkerrecht durch eigene „Regeln“ zu ersetzen, fuhr Tschischow fort und betonte zugleich, er wolle nicht als Ratgeber für die neue EU-Spitze fungieren. 

    „Was ein Rezept für eine Vereinigung Eurasiens anbetrifft, so lässt sich dieses in die einfache Redewendung packen: Integration der Integrationen“, urteilte Tschischow. 

    „Das bedeutet eine Verkopplung der Wirtschafspotenziale der beiden größten Integrationsgemeinschaften auf unserem Kontinent: der EWU und der EU.“

    Für einen gemeinsamen Wirtschaftsraum „von Lissabon bis Wladiwostok“ hatte sich bereits 2010 der damalige russische Ministerpräsident Wladimir Putin in einem Gastbeitrag in der „Süddeutschen Zeitung“ stark gemacht. Die EWU ist 2015 aus der Eurasischen Wirtschaftsgemeinschaft als ein Bündnis von fünf ehemaligen Sowjetrepubliken hervorgegangen, nämlich von Russland, Armenien, Kasachstan, Kirgisistan und Weißrussland.
    leo/ae

    Übernommen von Sputnik News

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