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    Yom Kippur in Halle: Das Ende der AfD

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    Okt 11

    Yom Kippur in Halle: Das Ende der AfD

    Der Schütze von Halle. Bild: Screenshot Youtube

    Wem nutzt der Anschlag in Halle? Für die AfD könnte dies das Aus sein. Negative Auswirkungen auf die Wahl in Thüringen sind zu erwarten.


    Von Wolfgang Eggert

    Unmaskiert(!) ​
    Am hellen lichten Tag(!) zum Tatort. ​
    Mit einem Leihwagen aus dem Ultra-West-Deutschen Euskirchen, vermutlich das einzige mit dieser Plakette an diesem Tag auf Halles Straßen.(!) ​
    Als Hey-Kriegt-Mich-Selbstanzeige noch eine Home-Cam-Story à la Christchurch im Auto hintendrauf!​
    Das ist es, was wir in Halle erleben durften.​
    Was ist nur mit „unseren Rechten“ los? Sind die alle scharf auf „Lebenslang“ mit Tagesprügel und Dusch-Orgien im Knast? Oder denkt der Kamera-affine Teil dieser Bande, dass er da NIE einfahren wird, weil der Arbeitsvertrag davor schützt?​

    Für den „Amoklauf“ gab es ein Drehbuch. Fragt sich nur, ob der Täter es ganz allein verfasste. ​

    Was hierbei im Kopf bleibt, wie ein Steckschuss, ist die Schießerei auf einer von unsichtbarer Regie abgesperrten Hauptstraße. Wo der „Täter“ völlig ruhig und professionell agiert, wie bei einer Übung. Jemand textete dazu in den sozialen Netzwerken: „Keine Hektik und keine Angst dass die Polizei auftaucht, keine Angst selbst getötet zu werden, gegen alle menschlichen Instinkte… Eigentlich ist man voll gepumpt mit Adrenalin und angespannt und nicht so kaltblütig. Die Bewegungen sind nicht so flüssig, eher verkrampfter, sich nach allen Seiten orientierend. Aber hier scheint aus Perspektive der mitfilmenden Kamera keine Gefahr zu drohen, der Schütze dreht sich nicht mal nach hinten absichernd um. Auch die Waffenhaltung ist geübt professionell, wie bei einen Einsatz.“​

    Wenn es ein solches gab, dann gilt das auch für das Bühnensetting. Die gut eingefangene Schießerei auf der – wie gesagt, abgesperrt anmutenden – Straße, direkt neben den Wahlplakaten, muss alle AfD-Feinde zutiefst beglücken. Kann man sich eine „schönere“ Überleitung für Kleber & Co. wünschen, um auf diese Weise die anstehenden Wahlen in Thüringen nebst den dräuenden Gefahren durch die AfD zur Sprache zu bringen? Schließlich ist dort kein geringerer als Rechtsausleger Björn Höcke der Kandidat der „Blauen“. Sein aggressivster Gegenspieler dort ist übrigens der Chef des Thüringer Verfassungsschutzes, Stephan Kramer.​

    Hier sind wir bereits sehr nahe an der Grundfrage jedes Kriminalisten: „Cui Bono?“ – „Wem nutzt das Verbrechen?“​

    Ich bitte zu beachten, dass Bundesinnenminister Seehofer, dem Kramer direkt untersteht, 24 Stunden vor Halle angesichts der zermanschten Autos von Limburg vor „rechtem Terror“ warnte – er sah die Bedrohung aus dieser Richtung als genauso gefährlich an wie jene aus der „islamistischen“/“jihadistischen“.​

    Nicht wenige Presse-Beobachter, darunter auch sehr gemässigte, wunderten sich über Seehofers Ansage und fanden sie unpassend. Stellt sich die Frage: Wieso setzt sich ein Politiker, der ein waches Gespür für öffentliche Wahrnehmung haben sollte, dieser Kritik, die durchaus zu erwarten war, nur aus?? Wer nun entgegnet: „Weil er einen Tag später schon das weiser Prophet dastehen durfte!“ dem mag man wiederum entgegenfragen „Wie konnte Seehofer das WISSEN?“ Eben WEIL er Kramers Chef ist?​

    Was steckt hinter der Aktion, die aus rechter Perspektive so dumm ist, dass ein Halbwüchsiger ihre Folgewirkungen noch unter Alkoholeinfluss begreifen würde: Die nächsten drei Wochen bis zur Wahl in Thüringen wird der Bürger mit „Informationen“ über die „Gefahr von Rechts“ eingeseift werden. Verbindungslinien von ganzganz Rechts zur bürgerlich-erlaubten Vertreterschaft eingeschlossen. Auch auf Spendenquittungen darf man gespannt sein.​

    Sollte die AfD, als einzige wirkfähige patriotische Kraft bis zum 27.10. umfrageseitig nicht eingebrochen sein, darf man ein Verbot der Partei, ausgehend von Thüringen, bereits in dieser kurzen Zeit nicht ausschließen. Noch einmal wiederholt: WEM NUTZT DAS?​

    Und, mehr oder weniger beim Thema Kramer verharrend: wenn wir über den nationalen Tellerrand hinaussehen wollen, bitte ebenfalls beachten: ​

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    Bei politischen Großereignissen sind – wie in der Kriminalistik – IMMER zeitlich hochauffällige Analogien mit ins Auge zu fassen. Halle „passierte“ nur wenige(!) Stunden(!) nach Erdogans Einmarsch in Syrien. Nun glaubt die Masse der tumben Bevölkerung, dass „Opfer“ nicht gleichzeitig Täter sein können. „Opfer“ werden stets in Schutz genommen. Gleich, ob es sie gab oder nicht. In Halle scheint der holocaustleugnende Hauptdarsteller sie real produziert zu haben. Im medialen Volksgedenken, auch mit Blick auf die nun ständig zugewürzten NSU-Fälle, waren die neuen Opfer erst Juden um dann – der Tatort Dönerbude erzwingt diesen Gedanken – zu Türken zu mutieren. Die Masse der TV-Ohnmächtigen wird weiter glauben, dass der freundliche Ali am Fleischspieß, der Liebling der Lindenstrasse, am 9.10. an der Front des Ausländerhasses fiel. Im Ergebnis umarmen wir mit ihm erst DEN und schließlich „ALLE Türken“, im gleichen Moment, wo ein Heimat-naher Teil von ihnen die Grenze nach Syrien überschreitet, um dort Kurden zu schlachten.

    Und nun kurz innehalten! Und nachdenken: Wem hilft das?​

    Die AfD, als EIGENTLICH HAUPTANGEGRIFFENER, könnte das und MEHR herausbekommen. Es gibt zig Stellen, bei denen die Partei anfragen könnte: Maaßen, Roewer (Ex-Verfassungsschutzchef in Thüringen), Hanning (Ex-BND-Chef), obauf noch Bannon als verstecktes Trump-Scharnier, die Briten, die Kurden die im PKK einen eigenen Geheimdienst unterhalten und heute mehr denn je Interesse haben, schmutzige Operationen des türkischen Geheimdienstes M.I.T. aufzudecken.​

    Allein, die Alternative für Deutschland wird diesen Schritt nicht gehen. Die Partei ist obrigkeitsgläubig, feige, dumm, miserabel organisiert, hier und dort auch korrupt… Sie wird in Anständigkeit und Gläubigkeit sterben.

    Gut, man mag vielen ihrer Vertreter den Weg zum Arbeitsamt gönnen. Parlamentarisch jedoch ist das Ende der Partei schlecht für die Demokratie. Und eine Katastrophe für Deutschland.

    Wolfgang Eggert (* 1962) ist ein deutscher Journalist und Historiker. Er hat sich entschlossen mit seinem Projekt  http://www.siedlergemeinde.org das deutsche Irrenhaus zu verlassen.

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    Original: https://www.contra-magazin.com/2019/10/yom-kippur-in-halle-das-ende-der-afd/ Übernommen von Contra Magazin

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