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    S-400-Kauf: Indische Regierung informiert Parlament über Verhandlungen mit USA

    11 Jul    Politik

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    Jul 11

    S-400-Kauf: Indische Regierung informiert Parlament über Verhandlungen mit USA

    „Unser Bedarf an S-400-Systemen wurde gegenüber der US-amerikanischen Seite deutlich thematisiert, unter anderem auch während des Besuchs des US-Außenministers in Indien am 26 Juni 2019“, heißt es in einer schriftlichen Antwort von Muraleedharan auf die parlamentarische Anfrage bezüglich der Verhandlungen mit Mike Pompeo, dem US-amerikanischen Außenminister, über den S-400-Kauf durch Indien.


    Auf die Frage, ob das US-amerikanische Gesetz zur Implementierung und Ausweitung von Sanktionen (Countering America’s Adversaries Through Sanctions Act CAATSA) auch für diesen Deal gelte, erwiderte der Staatsminister, dass dieses Gesetz die Verhängung von Sanktionen gegen Einzelpersonen oder Unternehmen vorsehe, die sich bewusst an „bedeutenden Geschäften“ im Bereich Aufklärung oder Verteidigung mit Russland beteiligt hätten. 

    „Das US-Außenministerium wird je nach Einzelfall festlegen, ob der Deal ˏbedeutendˊ sei und damit Abschnitt 231 des CAATSA-Gesetzes entspreche“, so Muraleedharan.

    US-Außenminister Mike Pompeo hatte Indien im Juni am Vorabend des G20-Treffens in Osaka besucht und auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem indischen Außenminister Subrahmanyam Jaishankar verkündet, dass Neu-Delhi und Washington weiterhin das Problem des S-400-Kaufs durch Indien diskutieren würden, um eine „für beide Seiten akzeptable Lösung finden und vorankommen zu können“.

    Der indische Außenminister merkte damals seinerseits an, dass sich Neu-Delhi in seinen Beziehungen zu anderen Ländern nur von den Interessen Indiens leiten lassen werde. Laut lokalen Medien schlug Neu-Delhi vor, dass Washington für Indien bezüglich dieses Deals eine Ausnahme machen solle.

    S-400-Deal mit Indien

    Anfang Oktober 2018 hatte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow bestätigt, dass Russland und Indien einen Vertrag über die Lieferung von S-400-Raketensystemen an Neu-Delhi geschlossen hätten. Der Erwerbspreis beträgt 5,43 Milliarden US-Dollar. Indien bekommt dafür fünf russische S-400-Systeme und wird nach China und der Türkei der dritte Käufer dieser Systeme sein.

    Dies sorgte für ernsthafte Unzufriedenheit vonseiten Washingtons. Die USA drohen damit, Sanktionen gegen Staaten zu verhängen, die Waffen und Militärausrüstung in Russland erwerben. Indien erklärt jedoch, dass es nicht beabsichtige, auf die russischen Raketenabwehrkomplexe zu verzichten.

    S-400-Raketenabwehrkomplexe

    Das S-400-System Triumph (Nato-Code „SA-21 Growler“) ist in einer Reichweite von 400 Kilometern gegen alle Luftfahrzeugtypen, von Drohnen bis zu Marschflugkörpern, wirksam und kann auch taktische Raketen abfangen. Selbst Tarnkappenflugzeuge (Stealth) haben keine Chance. Jedes System kann gleichzeitig 36 Ziele in bis zu 27 Kilometern Höhe mit insgesamt 72 Raketen beschießen. Triumph ist mit vier Raketentypen kompatibel, die sich in puncto Gewicht und Reichweite unterscheiden.

    Übernommen von Sputnik News

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