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    Arleigh-Burke-Zerstörer: Altes Eisen der US Navy – Unheil für Russlands Marine?

    15 Mrz    Technik

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    Mrz 15

    Arleigh-Burke-Zerstörer: Altes Eisen der US Navy – Unheil für Russlands Marine?

    Dass sie zu den besten der Welt zählen, muss man den Zerstörern der Arleigh-Burke-Klasse schon lassen, schreibt das Portal „Swobodnaja pressa“. Aber sie sind dann doch nur Schiffe der 4. Generation, deren Entwicklung Ende der 1980er Jahre begann. Entsprechend ist auch der technische Stand dieses Schiffstyps. Was die Arleigh-Burke-Klasse besonders stark macht, ist insofern die relative Schwäche des Gegners.


    „Eine echte Gefahr“ seien die US-Zerstörer, auch für die russische Marine, sagte kürzlich der russische Diplomat Wladimir Kosin, Chef-Analyst am Zentrum für militärpolitische Studien des Moskauer Staatlichen Instituts für Internationale Beziehungen. Seine Einschätzung begründet der Experte laut dem Portal damit, dass die Arleigh-Burke-Zerstörer insgesamt 98 Marschflugkörper, Abfang- und Antischiffsraketen an Bord führen. Bis 2040 soll die Zahl dieser Schiffe bei der US Navy auf 84 bis 96 Stück steigen.

    Den ersten Zerstörer stellte die Navy 1991 in Dienst. In dem Jahr, in dem die Sowjetunion zerfiel – und mit ihr der gesamte sowjetische Schiffsbau. Während Russland praktisch keine neuen Kampfschiffe mehr herstellte, lief die Schiffsproduktion in den USA auf vollen Touren, so das Portal.

    Erst um das Jahr 2000 herum kam Bewegung in die Kräfteverhältnisse: Der Schiffsbau in Russland wurde reanimiert – doch vor allem hat der Schiffsbau in China und Indien rasant zugenommen. Allein die Volksrepublik hat laut dem Portal seit 2002 zwölf Zerstörer der Klassen 051 und 052 übernommen, weitere sieben Schiffe sollen bald folgen.

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    Russland verfügt über nur ein Schiff dieser Klasse: die 1999 in Dienst gestellte „Admiral Tschabanenko“. Drei Zerstörer hat die russische Marine noch: die Klasse 956. Aber das sind Kampfschiffe der 3. Generation, Veteranen des Kalten Krieges. Neuere Technik dieser Größenordnung ist vor 2025 nicht zu erwarten. In dem Jahr soll der Bau des ersten Zerstörers der Klasse 23560 beginnen. Seine Stärken: nuklearer Antrieb und mächtige Waffen wie zum Beispiel Hyperschallraketen.

    Dass Russland bei der Anzahl der Zerstörer zurückgefallen ist, kann und muss man also nicht beschönigen. Eine Zerstörer-Flotte wie zu Sowjetzeiten wird das Land wahrscheinlich nie mehr haben, schreibt das Portal. Das hängt unter anderem damit zusammen, dass die russischen Seestreitkräfte bewusst auf Fregatten setzen – aus vielerlei Gründen.

    Erstens sind die Kosten von Zerstörern so hoch, dass man deren Beschaffung nur schwer vermitteln kann. Bis zu zwei Milliarden Dollar kostet ein Schiff der Arleigh-Burke-Klasse. Und zweitens haben ein Zerstörer mit 10.000 Tonnen Wasserverdrängung und eine halb so leichte Fregatte in etwa den gleichen Einsatzwert, so das Portal.

    Die „Admiral Gorschkow“ zum Beispiel, eine Hochseefregatte der Klasse 22350. Das Schiff ist schon im aktiven Dienst, fährt erfolgreich seine erste Mission, im Mittelmeer. Bis Jahresende soll die russische Fregatte von hoher See aus Hyperschallraketen vom Typ „Zirkon“ abfeuern, die zuvor an Land getestet worden sind. Diese Flugkörper erreichen eine Geschwindigkeit von bis zu acht Mach und sind dadurch eine Gefahr für jeden gängigen Schiffstyp, schreibt das Portal.

    Eine weitere Fregatte dieser Klasse geht dieses Jahr an den Start: Die „Admiral Kassatonow“. Im Gefolge: die „Admiral Golowko“ (geplant für 2021) und „Admiral Issakow“ (2022). Bis 2025 sollen weitere vier Fregatten der Klasse 22350 gebaut werden. Außerdem arbeiten die Entwickler gerade an der Klasse 22350M mit einer Wasserverdrängung von 6.500 Tonnen.

    Natürlich stehen auch die USA nicht still, was die Entwicklung ihrer Flotte angeht. Trotzdem kann man davon ausgehen, dass die allerersten Zerstörer der Arleigh-Burke-Klasse noch bis 2030 im Dienst bleiben – mindestens, so das Portal. Denn: Bei der Entwicklung der in den Neunzigerjahren angekündigten Zumwalt-Klasse gibt es Probleme.

    32 dieser Stealth-Zerstörer waren geplant, auf nur zwei Schiffe ist das Programm geschrumpft. Bisher hat sich dieses Schiff vor allem durch Pannen ausgezeichnet: im November 2016 etwa kollidierte die Zumwalt mit den Wänden des Panamakanals, die Schiffsschrauben waren ausgefallen.

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    Problematisch bis schmerzhaft ist auch der Anschaffungspreis des Zerstörers: 3,4 Milliarden Dollar pro Stück, von 1,4 Milliarden war anfangs die Rede. Teuer wäre die Zumwalt auch im Kampf: Ein Lenkgeschoss für deren 155-mm-Geschütz kostet so viel eine „Tomahawk“-Rakete.

    Inzwischen ist eine der beiden aktiven Zumwalts zu einer Überfahrt nach Kanada aufgebrochen. Wie die Mission verläuft, ist unbekannt: Das Pentagon hält Informationen zurück. Auch ist es um die Ersatzpläne der Arleigh Burke still geworden. Es ist also davon auszugehen, dass der gute alte Zerstörer noch ein paar Jahrzehnte bei der US Navy bleiben wird.

    Eine „große Gefahr“ für die russische Marine? So sieht das Oberkommando der russischen Seestreitkräfte die US-Zerstörer offenbar nicht. „Die Furcht ist übertrieben“, sagte ein Offizier aus dem Generalstab der russischen Flotte laut dem Portal. „Würden die Arleigh Burke in der Ostsee oder im Schwarzen Meer eingesetzt, würde die russische Marine sie aus mehreren Richtungen gleichzeitig bekämpfen, vom Wasser und von Land aus, auch unter Einsatz von Hyperschallwaffen. Im Norden würden die Zerstörer gar nicht erst durch die Eisdecke kommen. Aber auch dort hat Russland massive Schiffsabwehrsysteme im Einsatz – plus die Atom-U-Boote der Nordmeerflotte. Vielleicht haben die Arleigh Burke im Pazifik größeren Spielraum. Aber die Fähigkeiten der russischen Marine nehmen auch in der Region zu. Leichtes Spiel hätten die US-Zerstörer nirgends.“Übernommen von Sputnik News

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