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    USA: Spezialkräfte trainieren mit russischer Haubitze – wozu?

    12 Feb    Technik

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    Feb 12

    USA: Spezialkräfte trainieren mit russischer Haubitze – wozu?

    Eine D30-Kanone aus der UdSSR, russisch beschriftete Geschosse und zwei Dutzend harte Jungs – das zeigen Bilder, die die Soldaten der Security Force Assistance Brigade (SFAB) im Internet veröffentlicht haben. Diese Einheit dient dazu, andere Kräfte auszubilden, nicht nur in den USA, sondern weltweit. Wie die SFAB an die sowjetische Haubitze rangekommen ist, verraten die Soldaten nicht. Aber wie die Kanone schießt, wissen sie offenbar, wenn man den Bildern glaubt, nicht nur aus der Theorie.


    Die D30-Haubitze kam Anfang der 1960er Jahre zur Roten Armee. Dann wurden auch Truppen des Warschauer Pakts damit ausgerüstet, auch in den Nahen Osten, nach Südamerika und Südostasien wurde die Kanone geliefert. China, der Irak und das ehemalige Jugoslawien bauten die D30 in Lizenz.

    Heute wird sie nicht mehr hergestellt, ist aber noch bei vielen Streitkräften im Einsatz: wegen einfacher Handhabung, hoher Zuverlässigkeit und starker Wirkung ist die Sowjethaubitze noch sehr beliebt. Auch die russischen Truppen haben die D30 noch nicht ausgemustert, ersetzen sie aber schrittweise durch Panzerhaubitzen wie „Msta“ und „Akazija“.

    Was macht denn nun die Sowjetkanone bei der US-Armee?

    „Die US-Amerikaner üben an Waffen fremder Länder. Im echten Einsatz kann es vorkommen, dass eigene Waffensysteme einfach nicht verfügbar sind. In den USA gibt es ein ganzes Testgelände, wo hunderte Waffenmuster aus Russland vorhanden sind: Flugabwehrsysteme, Flugzeuge, Hubschrauber. Die haben sie von den Staaten des Warschauer Pakts übernommen. Das Einzige, was sie wohl nicht haben, sind sowjetische Schiffe und U-Boote“, sagt der Militärexperte Alexej Leonkow.

    Das Pentagon hat 2017 damit angefangen, die Security Force Assistance Brigade aufzubauen. Bis Ende dieses Jahres sollen insgesamt sechs Brigaden mit je 1.000 Mann stehen. Die Männer sind keine Grünschnäbel, sondern allesamt kampferprobte Offiziere. Sie sollen die Truppen von US-Verbündeten auf der ganzen Welt ausbilden und beraten.

    Das haben US-Militärs auch vorher schon getan, seit dem Korea- und später dem Vietnamkrieg. Aber dafür musste das Pentagon jedes Mal Kräfte aus dem aktiven Dienst abziehen und zu Ausbildungsmissionen schicken. Die SFAB werde es den regulären Kräften ermöglichen, sich auf ihre eigentlichen Aufgaben zu konzentrieren, statt sich mit der Vorbereitung der Verbündeten auf Einsätze gegen starke Gegner wie Russland, China, den Iran oder Nordkorea abzulenken, erklärte die US Army.

    Die erste Truppe, die von der SFAB ausgebildet wird, ist die von Afghanistan. Anfang letzten Jahres ist die erste Brigade dorthin entsandt worden. Die US-Berater helfen den Afghanen, Einsätze gegen die Taliban zu planen, führen sie in neue Taktiken ein, koordinieren Luftschläge und geben Tipps, wie die Bodentruppen besser aus der Luft unterstützt werden können.

    Außerdem erklären die Fachleute aus den USA, wie Waffensysteme zu bedienen sind und der Nachschub zu organisieren ist. Die SFAB-Offiziere arbeiten unmittelbar mit den Soldaten und Unteroffizieren der Verbündeten zusammen, sind auch bei Gefechten mit dabei. Künftig sollen SFAB-Einheiten zu Missionen in Osteuropa, Südamerika und Afrika entsandt werden.

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    Russland ist sicherlich auch ein Schwerpunkt auf der Einsatzkarte der SFAB, ein ziemlich großer Schwerpunkt: „In den USA ist vor knapp zwei Jahren eine Regierungsinitiative gestartet mit dem Ziel, die Russlandforschung zu verstärken“, sagt der Militärexperte Sergej Sudakow, Professor an der Akademie für Militärwesen. „Es werden spezielle Hochschulprogramme angeboten, für Absolventen, die bei der CIA oder im Außenministerium arbeiten wollen. An militärischen Hochschulen ist auch russische Waffenkunde Teil dieser Programme. Das ist ein klares Zeichen, dass die USA die Möglichkeit eines bewaffneten Konflikts mit Russland zumindest abwägen.“

    Übernommen von Sputnik News

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