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    Russlands neuer „Panzervernichter“: Leichtgewicht mit schwerem Schlag

    6 Dez    Technik

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    Dez 6

    Russlands neuer „Panzervernichter“: Leichtgewicht mit schwerem Schlag

    Dadurch soll das Offensivpotenzial dieser Waffengattung wesentlich aufgestockt werden, denn bisher hatte gerade sie keine schwere Kampftechnik. Nach Einschätzung der Militärs ist die Schlagkraft der „Sprut“-Kanone mit der des Panzers T-90 vergleichbar.


    Großkaliber

    Die selbstfahrende Kanone „Sprut-SD“ wurde im Jahr 2005 in die Bewaffnung aufgenommen, obwohl ihre Entwicklung noch 1983 begonnen hatte. In den 1980er Jahren mangelte es den Luftlandetruppen an Feuermitteln für den Kampf gegen die damals neuesten Panzer der Nato-Länder: M60A3 und M1 (USA), Challenger (Großbritannien) und Leopard-2 (Deutschland).

    Die ziemlich veralteten Schützenpanzerwagen BDM-1 und BTR-RD konnten die schwere Panzertechnik des potenziellen Gegners bestenfalls beschädigen, aber nicht durchschlagen. Zwar gehört der Kampf gegen Panzer nicht zu den Hauptaufgaben der Luftlandetruppen, aber Abwehr von Gegenangriffen schwerer Panzertechnik wäre eine enorm schwere Aufgabe für diese Waffengattung.

    Als Basis für den neuen abzusetzenden Schützenpanzerwagen nahmen sowjetische Konstrukteure den leichten schwimmenden Panzer „Objekt-934“, der allerdings nie serienmäßig gebaut wurde. Seine Hauptwaffe war eine 125-Millimeter-Kanone mit einem 48 Kaliber langen Rohr (Analog zur Panzerkanone 2A46M). Er hatte einen drehenden Turm und einen Lageautomat; sein Kampfgewicht betrug 18 Tonnen, und sein Rumpf bestand aus zusammengeschweißten Panzeraluminium-„Blättern“. Die Panzerung ist standfest gegen Kugeln, die Frontpanzerung ist mit zusätzlicher Stahlschicht gefestigt und gegen 12,7-Millimeter-Kugeln geeignet.

    Die Waffe kann mit allen möglichen Munitionstypen schießen: Unterkaliber-Panzermunition, kumulativer Panzermunition sowie mit Splittergeschossen und lenkbaren Anti-Panzer-Raketen „Reflex“. Der Munitionssatz beträgt 40 Geschosse. Dem Richtschützen steht ein Periskop-Zielapparat mit eingebautem Distanzmesser des Typs 1A40M-1 zur Verfügung. Für Nachteinsätze ist die Maschine auch mit einem optisch-elektronischem Nachtsichtgerät TO1-KO1P ausgestattet, das einen Panzer aus etwa 1,5 Kilometern orten kann.

    Die Maschine „Sprut-SD“ kann Wasserhürden ohne zusätzliche Ausrüstung überwinden. Dafür verfügt sie über zwei Wasserwerfer mit Klappen im unteren Rumpfteil. Die Geschwindigkeit im Wasser kann höchstens 10 km/h, auf dem Gelände 40 bis 50 km/h und auf der Ebene 70 km/h erreichen. Aus dem Flugzeug  kann sie aus einer Höhe zwischen 400 und 1500 Metern abgesetzt werden – mithilfe eines plattformlosen Systems, das auch für Schützenpanzerwagen BMD-3 bestimmt ist.

    Klein, aber schlagkräftig

    Im Rahmen der Modernisierung des Modells auf die SDM-1-Version, die zum ersten Mal auf dem Forum „Army-2015“ präsentiert wurde, wurde beschlossen, die wichtigsten Panzeraggregate aufrechtzuerhalten. Der Rumpf und der Turm der ursprünglichen und der modernisierten Maschine unterscheiden sich kaum. Allerdings hat die SDM-1-Modifikation ein neues Fahrwerk auf Basis der Aggregate des Modells BMD-4. Auch das „Herz“ ist neu – der 500 PS starke Dieselmotor (statt der früheren 450 PS). Auch das Getriebe stammt vom BMD-4.

    Genaue Informationen über den Geschützraum gibt es in offenen Quellen vorerst nicht. Aber die russische Militärführung kündigte öfter an, dass die neue „Sprut“-Maschine ein erneuertes Feuerlenkungssystem und ein neues Zielwerk bekommen würde. Auch wird das neue Modell mit kombinierten Zielapparaten mit TV- und Wärmebildkanälen ausgestattet, so dass die Waffe zu jeder Tages- bzw. Nachtzeit eingesetzt werden könnte. Zur Ausrüstung gehört auch der Zielverfolgungsapparat, wobei der Zielschütze das Visier auf das jeweilige gegnerische Objekt weisen muss – und dieses wird dann automatisch verfolgt. Dadurch können gleich mehrere Maschinen maximal effizient gemeinsam gegen den Gegner kämpfen.

    Experten zufolge wären gleichzeitige Einsätze von mehreren „Sprut“-Maschinen der größte Vorteil für die maximale Entfaltung des ganzen Potenzials dieses Modells.

    Die russische Militärführung hatte im November die bevorstehende Verstärkung der Luftlandetruppen angekündigt. Es geht unter anderem um die Bildung von drei Panzerbataillonen im Rahmen dieser Waffengattung. Im Rahmen des staatlichen Rüstungsprogramms für die Jahre 2018 bis 2025 soll der Anteil neuer Technik 70 Prozent erreichen.

    Übernommen von Sputnik News

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