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    Wie Wahrheitssucher mit Schmutz beworfen werden: Internet und Medien als Kampfmittel

    11 Okt    Gesellschaft

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    Okt 11

    Wie Wahrheitssucher mit Schmutz beworfen werden: Internet und Medien als Kampfmittel

    Das Internet wird als Diffamierungsmaschine missbraucht und hat dabei die frühere entsprechende Rolle der klassischen Medien wie Zeitungen, TV und Rundfunk eingenommen. Das stellte am Dienstag in Berlin der Linken-Bundestagsabgeordnete Diether Dehm fest. Gemeinsam mit dem Geheimdienstexperten Erich Schmidt-Eenboom und dem Dokumentarfilmer Dirk Pohlmann diskutierte der Politiker über das Internet als „Kampfmittel“. Zu der Runde hatte das Marx-Engels-Zentrum Berlin (MEZ) eingeladen.


    Dehm erinnerte an Fälle in seiner politischen Laufbahn, in denen er von Zeitungen wie der „Frankfurter Rundschau“ diffamiert wurde. Er habe allein 13 größere angebliche Skandale gezählt, die er demnächst in einem Buch zusammenfassen will. Das sei bis hin zum „Prostituiertenmörder“-Vorwurf gegangen – aufgrund einer Namensverwechslung durch eine „taz“-Journalistin.

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    Gauland als Verteidiger der Deutschen Bank

    Das habe begonnen, nachdem er als einstiger SPD-Lokalpolitiker in Frankfurt/Main erklärt habe, „die Deutsche Bank sei für Demokratie und Volkswirtschaft wie ein Krebsgeschwür“. „Wer hat mich da am meisten angegriffen und wer hat die Deutsche Bank am meisten verteidigt“, fragte Dehm im Rückblick. Seine eigene Antwort: „Es war Dr. Alexander Gauland, der große ‚Rebell‘.“ Der heutige AfD-Vorsitzende und —Bundestagsabgeordnete habe damals das Büro des Frankfurter Oberbürgermeisters  Walter Wallmann (CDU) geleitet.

    Wie Wikipedia, besonders die deutsche Ausgabe, heute an vorderster Stelle dazu beiträgt, Menschen zu denunzieren und zu diffamieren, hat der Dokumentarfilmer Dirk Pohlmann selbst erlebt. Bei der Veranstaltung im MEZ schilderte er, wie das in seinem und anderen Fällen funktioniert. Pohlmann hatte für das ZDF gearbeitet und mehrere Dokumentationen für den Sender gemacht. Nach einem Film über US-Spionageflugzeuge war Schluss.

    Wikipedia statt Lexikon

    Dehm, der weiter als Autor und Musiker auftritt und arbeitet, berichtete zuvor, dass potenzielle Auftraggeber sich wegen des Eintrages bei Wikipedia zu seiner Person zurückzogen. Es sei eine „Skandalisierungsmaschine“, die gegen jene eingesetzt werden, die den Kapitalismus und seine herrschenden Eliten kritisieren.

    Wikipedia habe inzwischen eine weltweite Monopolstellung bei Nachschlagewerken, erklärte Filmemacher Pohlmann. Das gelte besonders angesichts der Tatsache, nachdem Verlage wie Bertelsmann und Brockhaus ihre gedruckten Lexika einstellten. Das führe zu einer Definitionsmacht zum Beispiel bei Informationen zu Personen.

    „Reines Diskreditierungsinstrument“

    Aus seiner Sicht handelt es sich um eine „verfassungswidrige Struktur“. Wikipedia beschreibe sich selbst als Massenmedium und „soziales Medium“. Das Bundesverfassungsgericht habe sich in mehreren Urteilen gegen Monopole bei Massenmedien gewandt, so Pohlmann. Doch die Rechtsprechung hinke weiter der Entwicklung der digitalen Medien hinterher.

    Er verwies dabei außerdem auf das Online-Portal „Psiram.com“. Das sei „Wikipedia auf Drogen“ und habe sich von einer Aufklärungsseite zu Esoterik-Themen zu einem „reinen Diskreditierungsinstrument“ gegen Personen gewandelt. Pohlmann hat das nach seinen Worten selbst erlebt.

    Interner Zirkel beherrscht Wikipedia

    Seit er in der Youtube-Serie „Geschichten aus Wikihausen“ das Gebaren bei Wikipedia kritisiert habe, sei er ins Visier der dafür Verantwortlichen geraten. Das habe dazu geführt, dass der Beitrag zu seiner Person auf „Idiot“ umgeschrieben wurde. Das sei zuvor bereits unter anderem bei Gabriele Krone-Schmalz geschehen. Bei dieser werde mit Zeitungszitaten versucht, sie zu diskreditieren und als „Putin-Troll“ lächerlich zu machen. Er selbst werde nun unter anderem als „rechtsoffen“. Oftmals würden solche Behauptungen zwar bei Wikipedia korrigiert, aber dann auf „Psiram.com“ neu veröffentlicht.

    Wikipedia wirbt mit dem Spruch „Jeder kann hier mitarbeiten und Artikel verbessern. Damit hilfst du, das menschliche Wissen allen zugänglich zu machen!“ Das ist für Dokfilmer Pohlmann eine Illusion und „kompletter Bullshit“. Er beschrieb, wie in Wirklichkeit ein Kreis von etwa 50 Personen als interner Zirkel die Inhalte des Online-Lexikons kontrolliert und zensiert. Wer gegen deren Sicht verstoße, werde dauerhaft gesperrt und könne nicht mehr bei Wikipedia Informationen beitragen. Diese monopolistische Struktur fördere die Manipulation, warnte Pohlmann.

    Israel-Kritiker diffamiert

    Er hat gemeinsam mit seinem Mitstreiter Markus Fiedler aufgedeckt, dass ein gewisser „Feliks“ in der deutschen Ausgabe des Online-Lexikons eine aktive Rolle spielt. Interessant ist dabei unter anderem, dass dieser unter anderem 2002 für die damalige PDS in Bayern in den Bundestag einziehen wollte und außerdem Oberleutnant der Reserve der Bundeswehr ist. Hintergründe zu dem Fall hat Pohlmann Anfang September im Online-Magazin „NachDenkSeiten“ beschreiben.

    Es falle auf, ist da zu lesen, dass „Feliks“ „Einträge zu Mitgliedern der Linken je nachdem ob er ihre politischen Positionen teilt, durch selektive Auswahl detaillierter Angaben entweder diskreditiert, etwa bei den Bundestagsmitgliedern Diether Dehm, Annette Groth, Inge Höger, Alexander Süßmaier, Kornelia Möller oder Oskar Lafontaine, oder positiv darstellt, wie bei Klaus Ernst oder Eva Bulling-Schröter, deren Webseite er auch betreut hat. Die negative Darstellung in Wikipedia durch Feliks gilt insbesondere für Linke, die sich kritisch zur derzeitigen israelischen Außenpolitik äußern.“

    Linke als Rechte diffamiert

    Geheimdienstexperte Schmidt-Eenboom beschäftigt sich seit den späten 1980er Jahren mit dem Treiben der deutschen Schlapphüte, so unter anderem mit dem Bundesnachrichtendeinst (BND). Dabei geriet er selbst ins Visier des Geheimdienstes, der offiziell nur für das Ausland zuständig sein soll. Auch er hat erlebt, wie in klassischen und in Online-Medien versucht wird, ihn zu diskreditieren, weil er sich als linker Geheimdienst-Kritiker betätigt.

    Das habe nach seinem ersten Buch „Schnüffler ohne Nase — Der BND — die unheimliche Macht im Staate“ 1993 begonnen. Drei Jahre lang habe ihn der Geheimdienst observiert, mit bis zu 15 Leuten, berichtete Schmidt-Eenboom.  Gegenüber Medien sei behauptet worden, er würde lügen.

    Als das nicht zum Erfolg führte, hätten seine Gegner Strategie und Methoden gewechselt. „Da gab es Leute aus der sogenannten Antifa-Szene, die plötzlich gesagt haben: Das ist gar kein Linker! Das ist ein Braunzonen-Vertreter, der den Abstand zur NPD nicht einhält.“ Zuvor habe die rechtsextreme Partei aus einem Material von ihm zitiert.

    Medien unterstützen Geheimdienst

    Diese Attacken erfolgten online, aber auch in den klassischen Medien wie der „Süddeutschen Zeitung“ (SDZ). Unter anderem über diese angesehene Zeitung habe der BND die Behauptung gestreut, Schmidt-Eenboom habe eigentlich selbst für den Geheimdienst gearbeitet. Selbst der angeblich investigative Journalist Hans Leyendecker habe ihn in de SDZ als „Komplizen des BND“ bezeichnet, samt eines erfundenen Interviews mit BND-Direktor Volker Foertsch. Die Folge sei eine Unterlassungserklärung gegen den vermeintlichen Top-Journalisten gewesen, die dieser in fünf von sechs Punkten gleich freiwillig unterzeichnet habe.

    Leyendeckers Behauptung, Schmidt-Eenboom sei „Vertrauensjournalist des BND“ gewesen, habe dann das Hamburger Landgericht gestoppt. Der Geheimdienstexperte sagte, dass die Kampagne Spätfolgen bis in die jüngste Zeit in Form von neuen Vorwürfen gegen ihn habe.

    In seinem 1998 erschienenen Buch „Undercover. Der BND und die deutschen Journalisten“ hat er gezeigt, wie eng die Verbindungen zwischen dem Geheimdienst und den bundesdeutschen Medien waren. Bekannte Journalisten wie „Die Zeit“-Chefredakteurin und —Herausgeberin Marion Gräfin Dönhoff wurden dadurch als gute vertraute der Schlapphüte enttarnt.

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    Parlamentarische Kontrolle versagt

    Schmidt-Eenboom verwies auf Beispiele wie Klaus Bednarz, die sich den Anwerbeversuchen des BND verweigert hätten. Die Frage, ob das Parlament die Geheimdienste kontrollieren könnte, verneinte er. Sämtliche Geheimdienstskandale in der Bundesrepublik seien durch die Medien aufgedeckt und öffentlich gemacht worden, erinnerte der Experte.

    Filmemacher Pohlmann verwies in der Diskussion mit dem Publikum darauf, bei der Denunziation von Kritikern werde inzwischen der Vorwurf, mit russischen Medien wie RT oder Sputnik zu sprechen, benutzt.

    © Sputnik / Tilo Gräser

    Übernommen von Sputnik News

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