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    Krawalle in Nantes: Polizist hat gelogen

    7 Jul    Aktuelles
    Jul 7

    Krawalle in Nantes: Polizist hat gelogen

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    Der Anwalt des Beamten sagte der Nachrichtenagentur AFP, sein Mandant habe anders als bisher dargestellt nicht in Notwehr gehandelt. Gegenüber Generalinspekteuren der nationalen Polizei habe er nun angeführt, bei dem Schuss habe es sich um einen “Unfall” gehandelt. Ein Untersuchungsrichter ordnete die Eröffnung eines Ermittlungsverfahrens gegen den Polizisten wegen “mutwilliger Gewalt mit Todesfolge” an. Der Polizist wurde zudem unter gerichtliche Aufsicht gestellt.


    Bisher hieß es, er habe in Notwehr auf den jungen Mann geschossen, nachdem dieser mit seinem Auto einen Kollegen bei einer Verkehrskontrolle angefahren habe. Wegen Zweifeln an der Darstellung des Schützen ist dieser bereits seit Donnerstag in Polizeigewahrsam.

    Nachdem bekannt wurde, dass der Polizist gelogen hat, kam es erneut in Nantes zu Ausschreitungen. Mehr als 50 Autos brannten nieder, darunter auch das von Bürgermeisterin Johanna Rolland. Zudem zündeten Unruhestifter Schulen und andere öffentliche Gebäude an. In dem Ort Garges-lès-Gonesse nördlich von Paris, woher der Tote stammt, wurden Mülleimer in Brand gesteckt und ein Polizeiauto angegriffen.

    Polizeibekanntes Opfer

    Rund tausend Demonstranten forderten in Nantes “Gerechtigkeit” für das Opfer und die “Wahrheit” über die Umstände seines Todes. Die Regierung hatte zuvor eine lückenlose Aufklärung zugesagt. Der junge Mann war der Polizei wegen “bandenmäßigen Diebstahls” bekannt. Der 22-Jährige war per Haftbefehl gesucht worden und hatte gegenüber den Polizisten laut Staatsanwaltschaft eine falsche Identität angegeben.

    Frankreich Polizei in Nantes (Getty Images/AFP/S. Salom Gomis)

    Polizisten in Kampfanzügen sichern die Straßen in Nantes

    Frankreichs Polizei gilt wegen der Terrorserie mit mehr als 240 Toten seit Januar 2015 als notorisch überlastet. Zudem sehen sich viele Polizisten zunehmenden Attacken in Vorstädten ausgesetzt. Bewohner der Banlieues werfen den Beamten ihrerseits brutale Methoden und einen übertriebenen Schusswaffengebrauch vor.

    cgn/se (afp, dpa)

    Übernommen von DW – Deutsche Welle (BRD-Auslandsinformationssender)

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